Gerade ergeht sich das ZDF wieder in deutschem Selbstmitleid und zeigt in einem ermüdenden Zweiteiler, wie unzählige unschuldige Flüchtlinge aus Ostpreußen vom bösen russischen U-Boot ersäuft werden (in guter Manier amerikanischer Kalter-Kriegs-Filme haben die Russen einen dicken roten Stern auf dem Torpedorohr eingeschmiedet, der kurz vor dem tödlichen Schuß in Großaufnahme gezeigt wird). Vorher wird aber noch dem Führer im Radio gelauscht und gemeinsam "Die Wacht am Rhein gesungen".
Sprachlos kann ich da nur noch zur kitschig-schönsten Szene der Filmgeschichte greifen... hier deswegen aus Rick's Cafe in Casablanca der Eurovision Song Contest 1942: Wacht am Rhein vs. Marseillaise
Montag, 3. März 2008
Montag, 21. Januar 2008
Ohne Worte
Montag, 17. Dezember 2007
Klar, die Amis sind schuld!
am Klimawandel im Allgemeinen und am Stillstand bei der Bali-Konferenz im Besonderen. Und wenn nicht die Amis, dann die Politiker, die immer nur herum schwafeln. Wir Normalmenschen sind da ja schon viel weiter. Im Physikunterricht wird heute schon jedem Kind beigebracht, wie viel verschwenderischer eine normale Glühlampe gegenüber einer Energiesparlampe ist.Just in demselben Physikraum, wo so modern und methodenreich das (schlechte) Klimagewissen aufgebaut wird, liefen heute 2 Stunden nach Schulschluss alle Heizkörper auch Hochtouren - und das Fenster stand sperrangelweit auf! Aber egal, der Nachthausmeister wird es schon richten - irgendwann.
Vielleicht sollten wir ja die Nachthausmeister 2009 nach Kopenhagen schicken, dann wird's vielleicht noch was mit dem Klimaschutz.
Montag, 12. November 2007
Fraktionsdisziplin
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind nur ihrem Gewissen verpflichtet. Also sollte man annehmen, dass die 366 Abgeordneten, die am Freitag für das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gestimmt haben, dies mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten.Weit gefehlt: 26 SPD Abgeordnete haben zu Protokoll gegeben (Anlage 4), dass sie das eben gerade nicht könnten, sondern starke Bedenken ob der Verfassungskonformität des Gesetzes hätten. Sie würden aber doch für das Gesetz stimmen, da sie darauf vertrauten, das Verfassungsgericht werde es schon wieder kippen.
Gibt es einen Weg, sich wirksamer selbst zu entmündigen? Und damit effektiv 3,5 Millionen Bürger, deren Vertreter die Abgeordneten ja schließlich sind?
Andererseits betätigt das nur den Trend, den auch all diese "Anti-Terror"-Gesetze markieren: wo es schon keine mündigen Abgeordneten gibt, da muss der mündige Bürger erst recht unerwünscht sein.
Freitag, 2. November 2007
Datenschutz: Aktiv werden
Man kann viel jammern über den ständigen Raubbau an den Bürgerrechten, man kann aber auch zur Abwechslung mal was tun: Demonstrieren zum Beispiel.
Dazu rufe ich hier mal mit allem Nachdruck auf. Und zwar wird am kommenden Dienstag (6.11.) von 17 bis 19 Uhr bundesweit in vielen Städten gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung demonstriert, in Aachen z.B. vorm Rathaus.
Weitere Orte und Infos zu Demo und Anlass findet man hier.
Die Kameraüberwachung durch Bundespolizei und Verfassungsschutz gibt es vermutlich gratis dazu. Also, erscheint zahlreich und lasst euch filmen!
Dazu rufe ich hier mal mit allem Nachdruck auf. Und zwar wird am kommenden Dienstag (6.11.) von 17 bis 19 Uhr bundesweit in vielen Städten gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung demonstriert, in Aachen z.B. vorm Rathaus.
Weitere Orte und Infos zu Demo und Anlass findet man hier.
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Mittwoch, 31. Oktober 2007
Talkgast von Außerirdischen entführt

Das Erste wollte mal wieder zeigen, wie viel Schindluder man mit Rundfunkgebühren treiben kann und so gab es gestern bei Maischberger das Thema "Ufos, Engel, Außerirdische - sind wir nicht allein?". Die Talk-Sendung schien sich also endlich auf ihre Essenz reduzieren zu wollen: absolute Belanglosigkeit. Davon zeugten auch die angekündigten Gäste, hauptsächlich Ufologen und Esoteriker vom Schlage Nina Hagen. Doch halt, auch Joachim Blueblood … äh Bublath war geladen, um die seriöse Wissenschaft zu vertreten. Womöglich würden dann ja doch Dinge wie die Green-Bank-Formel und SETI zur Spreche kommen. DFB-Pokalspiel-Folgeerscheinungen haben mich aber letzten Endes davon abgehalten bzw. davor bewahrt, mir diesen Zirkus anzusehen.
Im Rückblick gesehen doch schade, denn so habe ich einen weiteren großen Moment der Talk-Show-Geschichte verpasst: Auch Bublath kam sich offenbar vor wie im Zirkus und hat die UFO-Clowns irgendwann sich selbst überlassen und das Studio verlassen. SZ online sieht darin einen heiklen Schritt und hätte Bublath lieber weiter als still schmunzelnden Antipoden zu Nina Hagen gesehen, da diese seinen Abgang als Triumph habe verbuchen können.
Ganz im Gegenteil, sage ich: so ist unmissverständlich klar geworden, dass Ufologie, Esoterik & Co. und Naturwissenschaft einfach nicht in derselben Liga spielen.
Der schwarze Peter liegt eindeutig bei den UFO-Heinis: sie sehnen sich nach Anerkennung, gebärden sich pseudo-wissenschaftlich, wenn dann aber mal jemand sagt "OK, wenn ihr Anerkennung wollt, dann müsst ihr euch auch wissenschaftlicher Überprüfung stellen" dann sind sie persönlich beleidigt. Und wenn sie sich doch auf die ernsthafte Überprüfung einlassen und die ganzen pseudowissenschaftlichen Theorien nicht standhalten, dann werden persönliche Erlebnisse und Einzelbeobachtungen als Killer-Argument ausgepackt. Hier trennen sich die Wege von Ufologen und Wissenschaft aber endgültig: wenn jemand von einem UFO entführt wird, dann mag das - wie eine Heiligenerscheinung - an Außerirdischen, an Gott, oder an einem zu dicken Joint liegen. So oder so entzieht sich solch ein Erlebnis aber der Überprüfung durch Andere, geschweige denn durch kontrollierte Experimente. Und solange das so bleibt, hat das nichts mit Wissenschaft zu tun - es ist Religion. Also sollten die Ufo-Esoteriker sich Kirchen bauen und zu Talkrunden zum interreligiösen Dialog eingeladen werden.
Natürlich hat Nina Hagen gestern gesiegt, aber solche Leute siegen immer, weil sie sich ihre eigenen Spielregeln machen. Aber dieser Sieg ist so effektiv wie das Vorgehen der Bürger von Springfield, nachdem ihre Stadt knapp einem Meteoriteneinschlag entgangen ist: "Lasst uns dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert. Brennen wir das Observatorium nieder!"
Da kann ich mich nur anschließen: Lasst uns dafür sorgen, dass so ein Mist nie mehr gesendet wird. Schmeißen wir die Fernseher aus dem Fenster!
Freitag, 26. Oktober 2007
Kein Todestag?
... kein RAF-Jubiläum, kein unerwarteter Todesfall, keine Bahnstreik-Sondersendung, kein ZDF Spezial zum Kraftwerkseinsturz? Ich glaube es kaum: ich sehe Veronica Mars!!!
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